Rezension “Wie die Stille unter Wasser”

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„Tanz mit mir.“~ S. 36

Dieses Buch habe ich vom Lyx-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür. Trotzdem ist dies meine eigene Meinung.

Allgemeines

Titel: Wie die Stille unter Wasser

Originaltitel: The silent waters

Autor: Brittainy C. Cherry

Erscheinungstermin: 26. 01. 2018

Verlag: Lyx

Format: broschiertes Taschenbuch

Preis: 12,90 Euro

Seitenzahl: 400

ISBN: 9783736305502

Link zum Verlag: Wie die Stille unter Wasser

Klappentext:

Momente. Die Menschen erinnern sich vor allem an Momente. Denn das Leben ist eine Summe aus einer unendlichen Anzahl von Momenten. Manche sind grausam und voller Erinnerung an nicht vergangenen Schmerz. Manche sind unglaublich schön und voller Versprechen, die auf einen besseren Morgen hoffen lassen. Ich habe in meinem Leben viele solcher Momente erlebt. Momenten, die mich veränderten, die mich herausforderten. Momente, die mir Angst machten, und mich in die Tiefe rissen. Doch die größten Momente – die, die mir das Herz brachen und den Atem raubten – habe ich alle mit ihm erlebt. Alles begann mit einem Nachtlicht, das aussah wie eine Rakete, und einem Jungen, der mich nicht lieben wollte.

 

Inhalt

Als Kind verlor Maggie May Riley ihre Stimme. Keiner weiß warum, nur, dass es im Wald passiert ist. Seitdem redet sie nicht mehr. Sie hat Panikattacken und kann das Haus nicht verlassen. Stattdessen flüchtet sie in die Welt der Bücher. Ihre eigene Familie droht zu zerbrechen, aber Brooks Griffins bleibt bei ihr. Er versteht sie auch ohne Worte und er lernt sie zu lieben. Es scheint alles perfekt, bis er und seine Band die Welt erobern. Brooks erlebt die Welt mit seiner Stimme und Maggie kann ihm dorthin nicht folgen.

 

Meine Meinung

Im Gegensatz zu den meisten anderen habe ich die anderen Teile vorher nicht gelesen, sondern bin mit diesem hier eingestiegen. Von Anfang an habe ich gemerkt, dass der Schreibstil besonders ist, er ruft Gefühle hervor. Diese waren nicht mal positiv. In sekundenschnelle durchlebte ich Angst, Schock, Mitleid, Wut und Schmerz.

Die Autorin kann einzigartig schreiben und vor allem erlebt man nicht nur die Geschichte der Protagonisten. Nein, es gab viel Nebenhandlung, welche einfach wunderschön war. Die Ehe zwischen zwei erwachsenen Menschen. Wie leicht Liebe zu zerstören ist, aber auch wie stark sie ist. Dass psychische Probleme einer Person immer und manchmal viel heftiger das Umfeld treffen. Auch andere Menschen können an so etwas kaputt gehen. Auch die Bedeutung des Wassers, der Titel und das Cover haben eine Bedeutung, das finde ich wunderschön. Allgemein gibt es ganz viele tolle Charaktere neben Maggie und Brooks, deren Geschichte ich fast noch lieber mochte. Sie hätten ein eigenes Buch verdient.

Das Buch hat viele Gefühle hervorgerufen, ich musste zweimal wirklich weinen (und das im Flugzeug, das war etwas peinlich). Besonders wichtig ist hier wohl auch die Anmerkung der Autorin, diese hat eine besondere Bedeutung. Schön ist auch, dass es nicht nur um die Liebesgeschichte geht, es gibt so viele andere Themen, wenn die Liebesgeschichte auch im Vordergrund steht und sehr schön dargestellt wurde. Verhältnismäßig wenig Klischee und Kitsch. Kein Bad Boy, der zum Softie wird, kein Mädchen, dass sich alles gefallen lässt.

Aber perfekt ist das Buch nicht. Der Grund, warum Maggie nicht spricht ist nur teilweise verständlich. Auf Traumata reagiert natürlich jeder anders und ich will niemanden verurteilen oder das verharmlosen, allerdings…es hat mich einfach nicht komplett überzeugt. Zudem war das Ende ziemlich platt. Ein vollkommen unnötiges und überzogenes Drama, weshalb das Buch nochmal in die Länge gezogen wurde. Darüber habe ich mich ziemlich geärgert.

Es folgt ein kleiner Spoiler

Als letzten Punkt: Sie fängt wieder an zu reden. Aber die Szene, der Kontext, das war platt, fantasielos und aus heiterem Himmel. Als wäre alles normal, alles wieder okay. Warum dann nicht schon früher?

Spoiler zu Ende

 

Kurzübersicht

+ Schreibstil ist sehr flüssig

+ wichtige Themen

+ eine schöne und wichtige Nebenhandlung und Nebencharaktere

–  unnötiges Drama gegen Ende

– manche Handlungen waren nicht nachvollziehbar

 

„Die Welt dreht sich, weil dein Herz schlägt“ ~ S. 38

 

Fazit

Das Buch hat bis auf 50 Seiten viel Spaß gemacht, wurde nicht langweilig und beinhaltet sehr viele wichtige Themen, die einen nachdenken lassen. Es geht nicht nur um die Liebesgeschichte, nein, es geht um so viel mehr, aber das solltet ihr selber lesen. Ich spreche eine Leseempfehlung aus. Man kann das Buch lesen, ohne die vorher erschienen Bücher gelesen zu haben. 4/5 Sterne.

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