Alles andere zu Büchern

LBM 2019 – Die Leipziger Buchmesse

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Jetzt ist es schon eine Weile her, viele befinden sich im Messeblues. Ich dagegen bin wirklich froh wieder in meinem eigenen Bett zu schlafen und vor allem, dass ich nicht am Wochenende da war. Viel zu voll, mir hat es Freitag schon gereicht. Aber der Reihe nach. Es folgt ein Einblick, was ich eigentlich so gemacht habe, aber vor allem, was ich gelernt habe. Für mich, für zukünftige Messen.

Wie bereits erwähnt, war ich Donnerstag und Freitag auf der Messe. Am Donnerstag bin ich eigentlich nur gelaufen. Gelaufen, gelaufen und noch mehr gelaufen. Begleitet wurde ich von zwei Bookstagrammern. Dafür liebe ich die Messen mit am meisten. Leute treffen, denn es kommen so viele Personen zusammen, die man sonst eher schwer sieht. Gleichzeitig wäre ich gerne Samstag noch geblieben und hätte noch viel mehr Menschen getroffen, die ich schon bald ein Jahr kenne und größtenteils noch nicht gesehen habe. Meine Wunschliste ist an diesem Tag auch ziemlich explodiert. Mitgenommen habe ich vor allem, dass die Leipziger Buchmesse deutlich kleiner ist, als Frankfurt und vor allem am Donnerstag noch nicht so voll. Es ist auch sehr wenig Presse unterwegs gewesen, was mich durchaus gewundert hat.

Naja, der Tag war wenig spektakulär, außer, dass ich mich am Freitag schon nicht mehr bewegen konnte, weil mir alles wehgetan hat. Am Freitag hatte ich dann auch meine Pläne. Bücher kaufen, eine Lesung besuchen und eine Signierstunde. Also ging es ganz entspannt um 12 zur Lesung und Leute, WOW! Warum bin ich nie auf Lesungen gegangen? Das war einfach total cool, ich wurde total von dem Buch angefixt und was gibt es entspannteres, als irgendwo gemütlich zu sitzen und zuhören zu können? Das ist das erste, was ich für mich mitgenommen habe: Ich möchte mehr Lesungen besuchen. Mein Heimatort Hamburg eignet sich da auch perfekt, denn wir haben drei große Thalia-Filialen und in meinem eigenen kleinen Ort gibt es auch eine winzige, super gemütliche Buchhandlung, wo in einem Monat eine Lesung stattfindet, welche ich mit meiner Mutter besuchen werde.

Dann kam die Signierstunde. Während ich noch ziemlich beflügelt und glücklich von der Lesung kam, welche aus meiner Sicht sehr erfolgreich und gut besucht war, was mich besonders für den Autor gefreut hat, da ich den Eindruck habe, das Buch ist viel zu unbekannt (Das dunkle Herz von Lukas Hainer), war diese Signierstunde dagegen eher eine Enttäuschung. Das hat nichts mit der Autorin oder dem Buch zu tun, sondern mit dem Komplex Signierstunde. Zumindest, wenn sie unabhängig stattfindet und nicht vorher eine Lesung stattfand oder ähnliches. Man stellt sich (teilweise zwei Stunden) an und hat dann ungefähr eine Minute Zeit, legt ein Buch hin, bekommt einen Satz reingeschrieben und sagt kurz Hallo und Tschüß. Denn bei den meisten Autoren bleibt für mehr keine Zeit. Und ist mein Buch am Ende besser oder wertvoller, weil da ein Datum, ein Satz und zwei Namen drinstehen? Gut, das ist allein meine Meinung. Mir ist nicht wichtig, ob vorne irgendwas drinsteht oder nicht. Ich finde Meet and Greets viel besser. Eine kleine Runde, vielleicht eine Stunde Zeit sich mit dem Autor zu unterhalten. Natürlich, da haben viel weniger Personen die Chance dran teilzunehmen, denn mit 50 oder 100 Leuten geht sowas auch nicht. Aber in Zukunft werde ich nicht zu Signierstunden gehen, nicht die kostbare Zeit auf einer Buchmesse verschwenden. Bei dieser Signierstunde war es auch noch stressig, da man kein Buch kaufen konnte und ich vorher eins holen musste, allerdings nicht das vorhanden war, welches ich wollte und man mir auch wenig weiterhelfen konnte bezüglich eines anderen Buches, welches nicht mittendrin in einer Reihe ist.

Zum Schluss nochmal. Ich liebe Messen. Ich liebe es neue Menschen kennenzulernen, meine Wunschliste um viele Bücher zu erweitern. Tatsächlich lese ich kaum Kinderbücher und habe jetzt einige, welche wirklich wunderbar klingen. Es ist jedes Mal etwas ganz Besonderes und Leipzig wird mich nicht das letzte Mal gesehen haben. Die Stadt ist im Übrigen auch toll. So viel Kultur.

Welche Bücher sind mitgekommen: Niemalswelt aus dem Carlsen Verlag, Tears of Tess Buch Zwei von Festa, Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen. vom Ueberreuter Verlag, Silver Lane – Nur einen Sommer lang von Romance Edition, All In – Tausend Augenblicke von Lyx, Das Leben und sein hinterhältiger Plan von Books on Demand.

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