Rezension “Sugar and Spice – Glühende Leidenschaft”

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Allgemeines
Titel: Sugar and Spice – Glühende Leidenschaft
Autor: Seressia Glass
Preis: 12,99 Euro
Verlag: Droemer Knaur
Format: broschiertes Taschenbuch
Seitenzahl: 384
ISBN: 9783426521618

Dies ist ein Rezensionsexemplar, welches ich vom Verlag zur Verfügung gestellt bekam. Vielen Dank dafür!


Klappentext:
Er wollte mehr. Mehr von ihrer Wärme, ihrer Hingabe. Er wollte alles von ihr.

Nadia Spiceland, Inhaberin des Cafes Sugar & Spice, kennt sich aus mit Verführungen. Jeden Tag kreiert sie süße Köstlichkeiten und verwöhnt damit ihre Kunden. Unter ihnen Kane, ein attraktiver junger College-Professor für Sexualpsychologie, dem der Ruf vorauseilt, auch privat in Liebesdingen umwerfend gut zu sein. Nadia lässt sich voller Neugier auf ein erotisches Abenteuer mit ihm ein. Doch je näher sie Kane kennenlernt, destor mehr verliert sie die Kontrolle über sich selbst und ihre Gefühle. Und das ist etwas, das ihr nie mehr passieren darf…

Inhalt
Nadia Spiceland hat eine schwere Vergangenheit hinter sich und sich weit entfernt von Los Angeles in einer kleinen Stadt ein neues Leben aufgebaut. Mit ihrer besten Freundin führt sie ein erfolgreiches Cafe. Fehlt nur noch ein Mann, der ihre sexuellen Bedürfnisse befriedigt, denn eine Beziehung kann und will sie nicht eingehen. Zu tief sitzt der Schmerz ihrer vorigen Jahre. Kaname Sullivan ist genau der Richtige. Attraktiv – bekannt unter dem Namen Professor Sex – und sehr charmant. Beide spüren das Verlangen und gehen eine rein körperliche Beziehung ein. So einfach wie gedacht ist das allerdings nicht, denn obwohl beide keine Beziehung wollen, Herzen machen meist ihr eigenes Ding.

Meine Meinung
Sugar and Spice hat mir gut gefallen. Es war nicht vollkommen überragend, aber schlecht war es auch nicht (bis auf das Ende, das hat mich soo aufgeregt, aber dazu später mehr). Der Schreibstil war sehr leicht, weshalb man ziemlich schnell durchkam. Was man definitiv sagen muss ist, dass es sehr sehr sehr erotiklastig ist. Für meinen Geschmack sogar zu viel Sex, denn gefühlt kam in jedem Kapitel eine Sexszene und die Handlung selbst kam zu kurz. Das hat sich ab der Hälfte geändert, da kam die Tiefe ins Spiel, die Vergangenheit der Charaktere und vor allem die Entwicklung in richtung einer Beziehung und echter Gefühle.

Diese Entwicklung hat mir auch sehr gut gefallen, ebenso wie die Vergangenheit und Gestaltung der Charaktere. Das war definitiv etwas Neues, beziehungsweise etwas, was ich noch nicht gelesen habe. Es kam auch immer mehr Tiefe, sodass der Sex mehr oder weniger unwichtig wurde. Natürlich nicht vollständig, es ist immerhin ein Erotikbuch.
Bis kurz vor dem Ende hatte ich viel Spaß beim Lesen, es war gute Unterhaltung. Dann kam allerdings besagtes Ende.

Nadia hat mich so aufgeregt, ich war wirklich wütend auf sie, denn – ich hole nun weiter aus – sie hat ihr ganzes Selbst nur auf ihre Vergangenheit bezogen. Sie selbst war der Überzeugung, dass alles was sie ausmacht und was sie ist ihre Vergangenheit ist und das war einfach extrem nervend. Außerdem hat sie ihre Gefühle, welche von allen seltsamerweise als Liebe bezeichnet wurden, nur auf den Sex bezogen. Hier möchte ich ein Zitat einfügen.

“Das Verlangen, das ihre Hände zittern und ihren Körper erbeben ließ, bis sie ihn endlich wieder spüren konnte. Der Schmerz, der ihr Geschlecht erfasste, wenn sie zu viele Stunden hinter sich hatte, ohne mit ihm in ihrem Inneren zu kommen. Der Schweiß in ihren Achselhöhlen und das Brennen ihrer Brust, wenn sie nicht wusste, wie lange es noch dauern würde, bis sie ihn wiedersah, ihn riechen, ihn berühren konnte. Dieses Verlangen, das sie verschlang, ein Verlangen, stärker als Hunger und quälender als Durst. Und schließlich, letztendlich, die absolute Glückseligkeit, wenn er ihr gab, was sie brauchte, wonach sie sich sehnte, die Intensität des Orgasmus, der ihr Blut und ihre Nerven durchtoste, der sie überrollte und sie geradewegs ins Nirwana schickte.” ~ S. 340

Dies ist die Beschreibung, welche sie verwendet um auszudrücken, was sie für Kane fühlt und das bezeichnet sie als Liebe. Immerzu nennt sie Gefühle beim Sex, innige Verbindung, sie seien perfekt füreinander geschaffen, aber das spürt sie alles nur beim Sex. Da frage ich mich, ist das alles? Als würde das das einzig wichtige sein. Sie kam mir sowieso etwas sexsüchtig vor. Das Ende war auf jeden Fall schrecklich, ich war echt sauer, denn bei mir kam nur an, dass der Sex gut war und nicht, dass sie ihn wirklich lieben würde. Das ist aber auch der einzige Makel. Der Rest war wirklich gut, nur eben sehr viel Sex und etwas wenig sonstige Handlung am Anfang.

Kurze Übersicht
+ schöne Ausarbeitung der Charaktere
+ einfacher und leichter Schreibstil
+ nach und nach kommt Tiefe
+ die Entwicklung zur Beziehung ist schön gestaltet

– Nadia scheint sich nur durch ihre Vergangenheit zu identifizieren
– Nadia kommt mehr wie eine Sexsüchtige rüber und nicht als würde sie Kane lieben
– sehr viel Sex am Anfang und zu wenig sonstige Handlung

Fazit
Ich gebe dem Buch 3/5 Sternen. Es war gute Unterhaltung und ich bin neugierig auf die anderen Bände, wo es um ihre Freundinnen geht. Wer kein Problem mit vielen Sexszenen hat, der sollte das Buch lesen.

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