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Rezension “Das Mädchen aus Feuer und Sturm”

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Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar! Ich teile hier trotzdem ausschließlich meine Meinung und werde für diese nicht bezahlt.

Allgemeines

Titel: Das Mädchen aus Feuer und Sturm

Originaltitel: A Flame in the Mist

Autor: Renee Ahdieh

Verlag: One Verlag (Bastei Lübbe)

Format: Hardcover

Preis: 18 Euro

Seitenzahl: 416

ISBN: 978-3-8466-0069-6

Link zum Verlag: https://www.luebbe.de/one/buecher/junge-erwachsene/das-maedchen-aus-feuer-und-sturm/id_6484124

Inhalt

Mariko ist die Tochter eines Samurai und soll nun den Prinzen des Kaiserreichs heiraten und somit Ehre erbringen. Auf dem Weg in die Kaiserstadt wird ihr Gespann überfallen und alle bis auf sie finden den Tod. Nur knapp überlebt sie und flüchtet in den Wald. In diesem Wald soll der Schwarze Clan leben und räubern. Eine Gruppierung von Mördern und Verbrechern und sie glaubt, dass diese auch hinter dem Überfall auf sie stecken und ihren Tod wollten. Mariko will herausfinden, warum und macht sich auf die Suche nach dem Clan.

Meine Meinung

Dieses Buch hat lange darauf warten müssen, gelesen zu werden. Viel zu lange, denn es war ein verdammtes Jahreshighlight. Rene Ahdiehs Schreibstil ist so malerisch, so lyrisch, dass ich ganz verzaubert war und aus der Welt nicht auftauchen wollte. Jemand ist nicht tot, die Maske des Todes lag über seinem Gesicht. WUNDERSCHÖN!!

Das Buch könnte man jetzt als Mulan 2.0 abstempeln und ja, es ist ebenso abenteuerlich, kritisch, spannend und einfach toll, aber es ist keine Nacherzählung von Mulan. Mariko ist von grundauf anders, so speziell und mutig. Es geht hier sehr viel um die Rolle der Frau in dieser Welt. Was sie zu sein hat und was nicht, was anfangs schleichend und gegen Ende sehr deutlich zum Ausdruck kommt. Nach und nach lernt man die Charaktere kennen und wo sie anfangs geheimnisvoll waren, habe ich sie am Ende in mein Herz geschlossen. Regelmäßige Perspektivwechsel sorgen dafür, dass man verschiedene Sichten kennenlernt und an verschiedenen Orten Verrat und Intrigen liest. Bei der Handlung kann man kein bisschen meckern, es passiert immer etwas und hört mit einem spannenden Cliffhanger auf. Gut, dass ich Band 2 gerade erst bekommen habe.

Der Love Interest war für mich sogar überraschend, weil ich anfangs nicht sicher war, um wen es geht. Nein, keine Dreiecksgeschichte, aber ich wusste nicht, auf wen ich mich fokussieren soll. Das Knistern war auf jeden Fall die ganze Zeit da. Das einzige, was mich etwas gestört hat, war der Glossar. Es gab viele, wirklich sehr viele japanische Begriffe, welche teils unnötig waren, weil man sie auch einfach hätte weglassen können. Dadurch hat man die Sprache zwar etwas näher gebracht bekommen und vielleicht eher das Gefühl gehabt, in Japan zu sein, aber wenn ich dreimal auf einer Seite nach ganz hinten blättern muss und bestenfalls nicht aus Versehen das Ende lese, anstatt den Glossar, dann ist das ziemlich nervig. Irgendwann war ich wirklich etwas salzig, weil ich auch rausgerissen wurde, weil ich mir den einen Begriff von ungefähr 50 nicht gemerkt habe.

Kurze Übersicht

+ spannende, unvorhersehbare Handlung mit vielen Plottwists und Perspektivwechseln

+ stark ausgearbeitete Charaktere, die sich entwickeln

+ im Hintergrund das Thema “Selbstbestimmung der Frau”

– man muss sehr oft zum Glossar blättern, was nervt

Fazit

Trotz der Glossar-Sache 5 Sterne. Ich habe es geliebt und sogar schon Kerzen zu Mariko und einer anderen Person gefunden. Außerdem gibt es zwei Zwischengeschichten, welche auf englisch kostenlos lesbar sind.

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