Alles andere zu Büchern

“19 years later…” – Der große Harry Potter Reread

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Das erste Mal, dass ich mit Harry Potter in Kontakt kam, war mit vielleicht 5 Jahren. Plus/Minus ein Jahr, das weiß ich gar nicht so genau. Damals lief der dritte Teil im Fernsehen und ich kam nochmal ins Wohnzimmer und habe mich vor dem Kopf, welcher im fahrenden Ritter hängt, gefürchtet und dachte, das wäre Voldemort. Meine Eltern haben mir versucht zu erklären, worum es in Harry Potter ginge und für mich war klar: Dieser Kopf MUSSTE der Bösewicht sein, so sieht der ja schon aus.

Plottwist: Er war es nicht. Mit neun Jahren habe ich dann Band 1 gelesen. Direkt nach dem Umzug, als noch keine Möbel außer ein Fernsehsessel da waren, saß ich mitten im Weg und habe Harry Potter innerhalb von einem Tag gelesen. Leider ist das nicht die rührende Geschichte, wie ich zum Lesen kam, denn ich bin mit Büchern vor der Nase aufgewachsen.

Im Laufe der letzten zehn Jahre habe ich dann mehrmals einen Reread gestartet, bin aber nur bis Teil 5 gekommen. Kaum zu glauben, dass ich den 1000 Seiten Wälzer ganze dreimal durchgezogen habe und danach immer aufgehört habe. Bis heute kann ich mich an nichts aus Band 6 und 7 erinnern, weil es ewig her ist, dass ich die gelesen habe. Es fühlt sich so an, als hätte ich sie nie gelesen.

Nun, vor kurzem habe ich mich dann entschieden die Bücher alle nochmal zu lesen. Allerdings auf Englisch. Und anschließend dann den jeweiligen Film zu schauen. Bisher habe ich die ersten beiden Bände und Filme durch und wollte mit diesem Post ein bisschen was aufgreifen. Wie hat es sich angefühlt? Ist es immer noch so toll wie damals und in meinen Erinnerungen? Wie ist das Englisch? Vorsicht, es wird gespoilert!

1.Wie ist das Englisch?

Das Englisch ist wirklich einfach. Wenn Hagrid in seinem Slang spricht stolpert man zwar gerne mal darüber, aber eigentlich ist es wirklich simpel. Auch für Personen, die die Geschichte vorher noch nicht kannten, sollte es kaum Probleme darstellen, da es immer noch Kinderbücher sind. Für Anfänger, die nur das Schulenglisch drauf haben ebenso kein Problem. Auch die Filme sind sehr gut. Die Schauspieler sprechen alle sehr deutlich und auch wenn sie allesamt Briten sind, man hat kaum Verständnisprobleme. Okay, auch hier redet Hagrid gerne mal etwas nuschelig, aber so oft kommt er ja auch nicht vor.

2. Harry Potter und der Stein der Weisen

Der wohl meist gesehene Film und das meistgelesene Buch von mir. Ich habe es bestimmt schon sieben Mal gelesen und liebe es noch immer. Es ist der Anfang, wo alles begann. Die Szene, wo er zum ersten Mal die große Halle betritt ist wie ein nach Hause kommen. Oder die ersten Unterrichtsstunden. Dank des Lesens fällt mir jetzt aber auf wie viele Unterschiede es doch gibt und dass einige wichtige Szenen fehlen. Ich sage nur Peeves!

3. Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Das war eine wirklich schwierige Sache. Seit jeher mag ich Band 2 nicht und das zu lesen hat verhältnismäßig lange gedauert, obwohl das Buch nicht besonders dick ist. Aber ich mag weder den Anfang, noch das Ende. Das ganze Gedöns mit Dobby im Schlafzimmer ist einfach nervtötend. Ebenso wie der Kampf mit dem Basilisken, welcher unglaubwürdig kurz dauert, dafür dass Harry mit einem Schwert eine meterlange, riesengroße Schlange bekämpfen will. Beim Film war ich dann auch nur halb aufmerksam, weil ich ihn langweilig finde. Für mich weiterhin der schwächste Teil und jetzt ist es definitiv nicht nur der Film, sondern auch das Buch.

4. Die Magie von Harry Potter

Ich hatte Angst, dass es nicht mehr so sein würde, wie vorher. Harry Potter war immer eine Erinnerung. Die Filme liebe ich nach wie vor, weil ich sie mehrmals im Jahr schaue, aber die Bücher waren in meinem Kopf immer die liebsten, so magisch und einzigartig. Deshalb habe ich befürchtet, dass es vielleicht nicht mehr so sein würde, weil das eine bloße Erinnerung war. Zum Glück ist das nicht der Fall. Die Filme unterscheiden sich stark von den Büchern, aber ich habe mich erneut in viele Details verliebt, welche ich nicht mehr wusste. Man kann Hogwarts immer wieder von Neuem entdecken. Die Filme habe ihre ganz eigene Magie. Die Musik, die Schauspieler, die Orte…alles fühlt sich so heimelig an und jetzt freue ich mich sehr auf meine liebsten Teile, die jetzt kommen.

Vielleicht habe ich in euch jetzt auch ein paar Erinnerungen wach gerufen und euch zu einem Reread und/oder Rewatch animiert. Beides passt perfekt in die verregnete Jahreszeit.

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