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Rezension “Red Rising”

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Allgemeines

Titel: Red Rising

Originaltitel: Red Rising

Autor: Pierce Brown

Verlag: Heyne

Format: Paperback

Preis: 12,99 Euro

Seitenzahl: 576

ISBN: 978-3-453-53441-4

Link zum Verlag: https://www.randomhouse.de/Paperback/Red-Rising/Pierce-Brown/Heyne/e419677.rhd

Inhalt

Darrow ist ein Roter, die niedrigste Farbe in der Gesellschaft. Beherrscht wird diese Welt von den Goldenen. Mit seinem Clan lebt er tief unter der Oberfläche des Mars, schuftet in tiefen Schächten, um ihn nach und nach bewohnbar zu machen. Eine ehrenvolle Aufgabe, immerhin sind nur die Roten stark genug, um diese Arbeit zu meistern. Bis zu dem Tag, an dem Darrow erfährt, dass er Mars längst erschlossen ist. Auf der Oberfläche leben die Menschen sorglos, während er und seine Leute weiterhin in armen Verhältnissen arbeiten müssen.

Meine Meinung

Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass ich hier Panem lese. Schon der Klappentext klang derartig, aber auf Bookstagram wurde so viel geschwärmt, dass ich meine Chance auf Tauschticket dann genutzt habe und es mir holte. In einer kleinen Leserunde wollten wir es dann lesen, wo ich ziemlich schnell hinterherhing, denn ich fand es nicht sonderlich spannend. Das ist auch schon mein größter Kritikpunkt. Es passiert viel zu wenig. Viel auf die Handlung eingehen möchte ich nicht, um allen, die es noch lesen möchten, möglichst viele Überraschungen zu lassen, ebenso wie das Erkunden der Welt. Obwohl aber doch regelmäßig Wendungen vorhanden sind, sie waren mir schlichtweg egal. Das lag an dem nächsten schwierigen Punkt: Darrow. Oder besser gesagt alle Personen in dem Buch, denn ich konnte niemanden wirklich leiden. Es war mir die ganze Zeit über egal, was mit ihnen passiert. Und wenn alle sterben würden, auch gut, dann ist das Buch schneller vorbei.

Gleichgültigkeit gegenüber den Charakteren und eine mehr langweilig als spannende Handlung waren keine guten Voraussetzungen. Trotzdem will ich das Buch nicht komplett schlecht reden. Die Welt war wirklich interessant, die ganzen Farben und das politische System. Auch die Handlung hielt anfangs noch viele Neuheiten bereit. Man kann aber sagen, dass die ersten 70 Seiten interessant und die letzten 70 spannend waren. Der Rest ist mehr so dahingeplätschert. Gemocht habe ich es dennoch irgendwie, weil es mich stark an Tribute von Panem erinnert hat. Einerseits war es mehr eine leicht abgewandelte und erwachsene Version davon, andererseits liebe ich die Geschichte über alles, sodass mich Red Rising doch überzeugen konnte.

Zu guter Letzt kommen wir noch zum Schreibstil. Der ist sehr speziell. Vulgär, wenig malerisch, rau und kurz angebunden. Anfangs hat man damit sicher noch kleine Problemchen, aber letztendlich mochte ich es doch sehr gerne, wenn ich manche Ausdrucksweisen auch für sehr aufgesetzt gehalten habe.

Kurze Übersicht

+ interessanter Einstieg und spannendes Ende

+ spezieller Schreibstil, der einem in Erinnerung bleibt

– unsympathische Charaktere, deren Schicksal mir gleichgültig war

– eine erwachsene Version von Panem

– wenig bis gar keine Spannung im Mittelteil

Fazit

Das Buch bekommt drei Sterne. Ich habe es schließlich nicht abgebrochen, sondern durchgelesen, weil ich neugierig genug war. Außerdem liebe ich Panem nun mal, sodass es mir zumindest irgendwie doch gefallen hat.

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