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Rezension “Kissing Lessons”

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Ich habe dieses Buch vom Kyss Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür! Trotzdem vertrete ich hier zu 100% meine Meinung und werde nicht für diese bezahlt.

Allgemeines

Titel: Kissing Lessons

Originaltitel: The Kiss Quotient

Autor: Helen Hoang

Verlag: Kyss Verlag (Rowohlt)

Format: Paperback

Preis: 12,99 Euro

Seitenzahl: 416

ISBN: 978-3-499-27536-4

Link zum Verlag: https://www.endlichkyss.de/paperback/helen-hoang-kissing-lessons.html

Inhalt

Stella ist Autistin. Ihr Leben folgt einer bestimmten Routine, welche bloß nicht verändert werden darf. Die Kommunikation mit Menschen fällt ihr schwer und sie hat einige Ticks. Der Wunsch ihrer Mutter nach Enkeln kommt daher mehr als ungelegen, da die wenigen Erfahrungen mit Männern, die sie besitzt in einem Desaster geendet haben. Doch bei ihrer Arbeit gibt es einen Mann, den sie als kompatibel erachtet. Bevor sie sich allerdings an ihm probiert, möchte sie üben. Dafür engagiert sie einen Escort, der ihr beibringen soll gut im Bett zu sein.

Meine Meinung

Dieses Buch war wirklich ein Auf und Ab. Einerseits war der Schreibstil wirklich schön, man flog förmlich durch die Seiten und ich habe an einem Tag viel geschafft, obwohl ich keine schnelle Leserin bin. Andererseits konnte der Inhalt mich nur halb überzeugen. Es sind viele Kleinigkeiten, die mich gestört haben, weshalb die Bewertung am Ende doch eher negativ ausfällt.

Zuerst einmal das Konstrukt, dass sie sich beide sehr sehr früh ineinader verlieben, man kann es von seiner Seite aus fast Instalove (instant love = Liebe auf den ersten Blick) nennen. Dafür, dass beide extrem früh wissen, dass sie einander mögen, brauchen sie tatsächlich bis zum letzten Kapitel. Das ganze wurde sehr stark in die Länge gezogen mit unnötigen Szenen, die kaum zur Handlung beigetragen haben. Auch einige fast offensichtliche Geständnisse wurden ignoriert oder das klärende Gespräch durch Sex ersetzt.

Der nächste Part, der mich etwas gestört hat, war Stellas Sprunghaftigkeit. Ich möchte hier nicht über eine Krankheit urteilen, die ich nicht tagtäglich erlebe oder selbst habe, aber es wirkte besonders bei einer Szene nicht authentisch. Die meiste Zeit über hat man von dem Autismus nicht wirklich viel mitbekommen, ich habe ihn oftmals sogar vergessen, weil er nicht in extremer Form aufgetreten ist (Bsp. Hayley aus Redwood Love). In einer bestimmten Szene hat sich ihr Verhalten dann so stark verändert, dass es zu ihrem bisherigen Verhalten überhaupt nicht mehr passte. Als hätte die Autorin Stella an die Handlung angepasst, damit mehr Drama entsteht. Viele Autoren erzählen, dass die Charaktere oftmals ihren eigenen Kopf hätten und sich nach ihnen eine Handlung ergibt. Hier wirkte es eher umgekehrt. Es gab eine Handlung und die Figuren wurden daran angepasst, ob es nun zu ihnen passte oder nicht.

Beim Thema Drama möchte ich gleich bleiben. Gegen Ende wurde es einfach zu viel, die Geschichte sollte bloß noch länger werden. Geheimnisse wurden erst ganz am Ende gelüftet und waren dann wenig spektakulär, nicht einmal wirklich schlimm. Trotzdem möchte ich nicht leugnen, dass es ganz süß war. Stella war ein liebenswerter Charakter, der einen oft zum schmunzeln gebracht hat und dadurch, dass sich die Geschichte leicht lesen ließ, war es ein ganz gutes Buch. Die weiteren Teile werde ich wahrscheinlich trotzdem nicht lesen.

Kurze Übersicht

+ lockerer, leichter Schreibstil

+ viele witzige Szenen

– zu viel Drama

– eine in die Länge gezogene Geschichte

– Autismus wirkte manchmal nicht überzeugend

Fazit

2,5 Sterne für dieses Buch. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob es doch drei sein sollen, aber gegen Ende habe ich das meiste nur noch überflogen, weshalb es doch noch den halben Stern weniger bekommt.

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