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Rezension “Verliere mich. Nicht.”

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Ich habe das Buch vorab in einer Leserunde bei der Lesejury gelesen.

Allgemeines
Titel: Verliere mich. Nicht.
Autor: Laura Kneidl
Preis: 12,90 Euro
Verlag: Lyx
Format: Taschenbuch (Ich besitze es zusätzlich als Manuskript)
Seitenzahl: 480
ISBN: 9783736305496

ENTHÄLT SPOILER DA ES EIN ZWEITER TEIL IST


Klappentext
Sie fürchtet sich vor der Liebe. Doch noch mehr fürchtet sie, ihn zu verlieren.

Mit Luca war Sage glücklicher als je zuvor in ihrem Leben. Er hat ihr gezeigt, was es bedeutet, zu vertrauen. Zu leben. Und zu lieben. Doch dann hat Sage’ dunkle Vergangenheit sie eingeholt – und ihr Glück zerstört. Sage kann Luca nicht vergessen, auch wenn sie es noch so sehr versucht. Jeder Tag, den sie ohne ihn verbringt, fühlt sich an, als würde ein Teil ihrer selbst fehlen. Aber dann taucht Luca plötzlich vor ihrer Tür auf und bittet sie, zurückzukommen. Doch wie soll es für die beiden eine zweite Chance geben, wenn so viel zwischen ihnen steht?

Inhalt
Sage hat die kurze Beziehung zu Luca beendet. Doch glücklicher ist sie nicht, denn es ist nur aufgrund ihrer Angst vor Alan geschehen. Nun suchen beide den Abstand und versuchen mit dem Schmerz klarzukommen. Allerdings funktioniert das nicht. Immer wieder begegnene sie sich und spüren, dass sie ihne einander nicht können. Doch Sage kann Luca nicht die Wahrheit für ihre Entscheidung sagen. Es steht so viel zwischen ihnen. Es gibt nur einen Weg zu einem glücklichen Ende, doch dieser scheint unmöglich zu sein.



Meine Meinung
Ich bin mit sehr viel Hass auf Sage in Band 2 eingestiegen, denn ich konnte ihre Entscheidung sich von Luca zu trennen ( und das auf eine wirklich widerwärtige Art und Weise) nicht verstehen. Für mich hätte es einen anderen Weg geben müssen. Daher hat mich Sage auch dauerhaft genervt, ihr Verhalten, ihre Art, ich war fast schon froh, dass Luca vielleicht mit jemand anderem glücklich werden würde. Noch immer habe ich mir die Fragen gestellt, was Luca in ihr Besonderes sieht, sodass man sich in sie verlieben würde. 
Der Anfang war relativ spannend, da die Handlung direkt nach der Trennung weitergegangen ist und kein Zeitsprung stattgefunden hatte, wie es oft passiert. Doch leider war diese Spannung schnell weg und ging in eine langweilige Phase über. Ich habe mich 300 Seiten durch die Kapitel gequält, da wirklich nichts passiert ist. Keine Handlung, keine Spannung, ich war erstmal sehr enttäuscht. Rückblickend hat in diesen 300 Seiten eine sichtbare Entwicklung und Veränderung stattgefunden, die man in den Kapiteln selber aber nicht wahrgenommen hat, sodass sie schlicht und einfach langweilig waren. Die Nebencharaktere gerieten auch immer mehr in den Hintergrund.
Der Moment auf den man seit Band 1 wartet wurde ewig herausgezögert. Dann kam er jedoch und ist eingeschlagen wie eine Bombe. Plötzlich kam die ersehnte Wendung und die restlichen Seiten waren vollkommen überragend, spannend und wahnsinnig gut geschrieben. Laura Kneidl kann die wichtigen Szenen einfach toll schreiben und sogar echte Angst hervorrufen, obwohl ich nur gelesen habe was passiert ist. Auch dass beide Protagonisten ihre schwachen Momente haben hat mir sehr gut gefallen, sowie der Aspekt der Pansexualität, welcher angesprochen wird. Die Szenen und die große Entwicklung von Sage war authentisch dargestellt, sodass ich wirklich nichts mehr zu meckern hatte. Bis auf eine, meiner Meinung nach, etwas unrealistischen Sexszene, aber das ist Kleinkram. Das Ende hat also sehr vieles wieder rausgerissen und mich auf ganzer Länge überzeugt. 

Auch meine Probleme mit Sage wurden aufgehoben, ich konnte sie lange Zeit nicht ausstehen und habe sie nun sehr lieb gewonnen. Auch hat sich meine Meinung gegenüber dem Paar Luca und Sage geändert, denn mittlerweile möchte ich, dass die beiden zusammen glücklich werden, ich habe nämlich gesagt, dass ich finde die beiden sollten getrennte Wege gehen. Ich finde es sehr bewundernswert, dass Laura es geschafft hat aus meiner absoluten Hassperson eine Person zu machen, die ich mag.

Nun gibt es jedoch einen Kritikpunkt, der mir sehr wichtig ist. New Adult ist häufig gleich. College, dunkle Vergangenheiten…etc. Daran will ich nichts aussetzen. Laura Kneidl hat mit der Dilogie schon etwas Einzigartiges geschrieben, was realistischer nicht sein könnte und etwas vollkommen Neues ist. Und doch, ich habe, bevor ich überhaupt den Klappentext oder die Leseprobe zu Band 2 gelesen habe, vermutet wie es weitergeht. Und genau das ist eingetreten. Ich konnte mir bis zum Ende nicht sicher sein, dass alles so kommt, aber es war trotz allem sehr voraussichtlich, weil es eben doch den typischen New Adult Handlungen entsprach. Das ist im Endeffekt sehr schade, denn Band 1 war keineswegs voraussehbar, Band 2 dagegen schon. 
Zumal auch das Klischee “Ich bin die Eine, die ihn verändert” bedient wurde.Nicht so, wie in einigen anderen Büchern *Hust* After *Hust*, aber es hat gereicht, sodass es auffällt.

Wogegen man aber nichts sagen kann, der Schreibstil. Er war einfach wunderbar, schnell zu lesen, wunderschön, emotional und am Ende habe ich mich sogar einsam gefühlt ohne Sage und Luca, die ich definitiv vermissen werde, aber nicht aus meinem Leben lassen werde. 
By the way, Luca ist der perfekte Bookboyfriend!! Den sollte man sich nicht entgehen lassen.

Kurze Übersicht
+ Schreibstil

+ das Ende/Finale
+ Entwicklung der Charaktere

– fehlende Spannung auf 300 Seinte
– Nebencharaktere wurden teilweise unwichtig
– Klischees wurden behandelt
– voraussehbare Handlung


Fazit
Ich gebe dem Buch 3,5/5 Sterne, es war wunderbar geschrieben und gegen Ende konnte man es nicht mehr weglegen. Die Charaktere haben sich stark entwickelt und da es ein zweiter Band ist sollte man ihn auf jeden Fall gelesen haben. Auch wenn mir ungefähr 60 Prozent des Buches nicht zugesagt haben, weil Spannung und viel Handlung gefehlt hat, ich bereue es nicht und würde das Buch trotzdem lesen, wenn ich es vorher wüsste, denn das Ende lohnt sich einfach und man möchte schließlich wissen, wie es mit Sage und Luca ausgeht.

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