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Rezension “Berühre mich. Nicht.”

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Allgemeines
Titel: Berühre mich. Nicht.
Autor: Laura Kneidl
Preis: 12,90 Euro
Verlag: Lyx Verlag
Format: broschiert
Seitenzahl: 462
ISBN:  9783736305274


Klappentext
Sie dachte, dass sie niemals lieben könnte. Doch dann traf sie ihn.

Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts – kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint. Und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt das ihr Herz gefährlich schneller schlagen.

Inhalt
Sage hat eine schwere Vergangenheit hinter sich und versucht nun ein Nevada einen Neuanfang zu machen. Das ist allerdings schwer, wenn man nur in einem Auto wohnt, mit eigenem Schmuck sein Geld verdient und sonst nichts weiter besitzt. Gut, dass sie April trifft, eine erste Freundin. Allerdings gibt es ein Problem. Männer. Jedes Mal bekommt sie Angst, verfällt in Erinnerungen und findet den Weg nicht aus dem Dunkel. Nichts wünscht sie sich sehnlicher, als normal zu sein. Das ist schwerer als gedacht, auch wenn sie 3000 Meilen von ihrer Vergangenheit entfernt wohnt. Dann ist da noch Luca, der für sie die personifizierte Gefahr ist, allerdings nicht der ist, für den sie ihn hält. Vor allem, als sie ihn kennenlernt, lernt auch ihr Herz zu lieben.

Meine Meinung
Okay…das wird jetzt lang, denn erstmal erzähle ich euch die Vorgeschichte. Schon jetzt klopft mein Herz, wenn ich daran denke, wie sehr ich am Ende dieser Rezension ausrasten werde.
Pauline begab sich eines Tages auf die Webseite der Lesejury. Dort betrachtete sie die neuen Bücher, die man vorab lesen konnte. Was gab es da? Richtig. Berühre mich. Nicht. Sogar von Laura Kneidl, eine Autorin, von der ich bereits etwas gelesen hatte und die ich sehr gerne moche. Also bewarb sich Pauline, wurde allerdings nicht angenommen.
Dafür eine Freundin, die mir so oft vorschwärmte wie toll das Buch wäre und Pauline war wirklich traurig, dass sie noch bis Ende Oktober warten musste.
Doch…die Frankfurter Buchmesse kam. Leider, war ich am Samstag da und offiziell wurden Bücher nur am Sonntag verkauft, wieder ein Rückschlag und ich war wirklich traurig. Trotzdem wollte ich zur Signierstunde. Mit Verspätung rannte ich zum Lyx-Stand und kam als Allerletzte und mit Betteln in die Schlange, wo Laura, Bianca und Kim saßen. Und oh Wunder! Man konnte die neuen Bücher kaufen!! Pauline war fast am Weinen, so glücklich war sie und so aufgeregt. Dann, sie war mit einer anderen noch da, es gab nur noch eine Ausgabe Berühre mich. Nicht. Pauline, wieder fast am Weinen, denn die andere war vor ihr und nahm sich das Buch. Allerdings fand man doch noch ein Exemplar, ich ließ es mir signieren und war der glücklichste Mensch der Welt, die Tränen krampfhaft am Zurückhalten.

Doch das Lesen, das hat gedauert. Meine Erwartungen wurden durch besagte Freundin so nach oben gedrückt, dass ich Angst hatte, es würde nicht so gut werden, deshalb habe ich es vor mir hergeschoben und erst gelesen, als ich gesehen habe, dass man sich nun für Band 2 bewerben konnte.
Jetzt kommt auch endlich meine Meinung.
Das Buch ist der Wahnsinn! Die Charaktere wunderbar, jeder einzigartig ausgearbeitet, realistisch und mit seinen Macken und Fehlern. Ich habe jede einzelne Seite genossen zu lesen, auch wenn ich anfangs den Eindruck hatte, das Buch wird wie viele andere. Nein, es war anders. Ich wurde mehrmals sehr überrascht und habe mitgefiebert, gelächelt und gelacht. In Luca und seinem Verhalten was Bücher angeht (er ist ein Bücherwurm, ist er nicht toll, mein Baby!!) konnte ich mich oft wiederfinden. Auch die Nebencharaktere waren super, wenn sie gegen Ende jedoch kaum noch präsent waren, was etwas schade war.
Die Protagonisten haben sich sehr stark entwickelt, wieder eine Sache, die toll war. Der Schreibstil, die Spannung, man wollte immer wissen, was als nächstes passiert, man wollte, dass die beiden endlich zueinander fanden.
Dann war das Buch zu Ende und jetzt kommt der Kritikpunkt, der besonders wichtig ist.

Sage. Ich habe ungelogen noch nie einen Charakter so sehr gehasst. Das habe ich mehreren Personen auch gesagt und ich habe mich mehr als eine Stunde aufgeregt, geflucht, ich hatte Mordgedanken, war in Rage und auf 180! Denn Sage hat zwar eine riesige Entwicklung durchgemacht, aber immer wenn es drauf ankam, wenn sie beweisen musste, dass sie stark genug war, dann war sie es nicht. Dann hat sie alle von sich gewiesen, hat gelogen und nichts gelernt. Vor allem das Ende, es hätte nicht sein müssen, wenn Sage nicht eine dumme, blöde, selbstsüchtige, schwache Person gewesen wäre.
Wenn sie einmal in ihrem Leben gezeigt hätte, dass sie nicht mehr so wie früher sein wollte. Ein Zitat aus einem Song von Kontra K passt perfekt: “Du kannst nicht, dann willst du nicht, ganz einfach!” Das beschreibt Sage. Immer wieder redet sie sich heraus, sie könnte nicht, aber verdammt nochmal, man kann immer. Man hat immer eine Wahl, vor allem in dieser Situation, aber sie ist zu feige und zu stolz Luca die Wahrheit zu sagen und wenn sie denkt, sie könnte eine Beziehung führen, ohne ehrlich zu sein, dann hat sie eine verdammt falsche Vorstellung einer Beziehung.
Meine Meinung ist, Luca sollte ihr niemals verzeihen, denn ich werde es nicht tun.
Alles hätte anders sein können, aber Sage ist Schuld, dass sie jeden verloren hat, dass Luca nun vollkommen zerstört ist und es ihr wahrscheinlich nie besser gehen wird. Aber sie gibt natürlich allen anderen die Schuld, sie selbst kann ja nichts dafür.
Ich habe wirklich Mordgedanken gehabt, weil ich ihre Entscheidungen in entscheidenden Momenten nicht nachvollziehen konnte, ich einfach ein totales Problem mit ihr hatte. Das hat sie unglaublich unsympathisch gemacht und regt mich noch immer auf.
Ich war am Heulen, weil Luca mir sooo leid getan hat, das hat er nicht verdient, Sage soll sich verziehen und ihn in Ruhe lassen. Er ist viel zu gut für sie, denn sie hat ihn behandelt wie Dreck.

So, nachdem ich mich ausgelassen habe, Sage ist für mich ein Kritikpunkt. Das macht das Buch nicht schlecht, denn es ist krass was für Emotionen in mir hervorgerufen werden, aber es stört mich einfach so sehr, dass sie so ist wie sie ist. Für mich ist sie unten durch und ich glaube nicht, dass sich das noch ändern wird.

Kurze Übersicht
+ Luca
+ Entwicklung der Charaktere
+ Schreibstil und Setting
+ Spannung
+ man kann richtig emotional werden

– Nebencharaktere gerieten in den Hintergrund
– Sage

Fazit
Das Buch bekommt 5/5 Sterne, trotz meiner Kritik. Das Buch wird nicht schlechter durch Sage, es ist einfach nur so, dass ich sie hasse und am liebsten umbringen würde. Die Autorin hat eine Meisterleistung geschafft, anders kann man es nicht sagen und ich wurde wieder extrem wütend, als ich mich über Sage ausgelassen habe.

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