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Rezension “What I like about you”

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Ich habe dieses Buch innerhalb einer Leserunde der Lesejury gelesen.

Allgemeines

Titel: What I like about you – Mitten ins Herz

Originaltitel: What I like about you

Autorin: Marisa Kanter

Verlag: One Verlag (Baste Lübbe)

Format: Paperback

Seitenzahl: 480 Seiten

Preis: 14 Euro

ISBN: 978-3-8466-0105-1

Link zur Lesejury: https://www.lesejury.de/

Inhalt

Halle Levitt ist im Internet als Kels bekannt – Young Adult Buchbloggerin, die Cover mit Cupcakes nachstellt. Damit ist sie sehr berühmt und beliebt. Dort hat sie auch ihren besten Freund Nash Stevens kennengelernt. Im Internet ist sie taff, selbstbewusst und gehört definitiv zu den Coolen.

In der Realität sieht das ganz anders aus. Dort ist sie unsicher, bekommt Panikattacken wenn sie in größeren Menschenmengen ist und ist lange nicht so cool wie ihr Pseudonym. Für ihr letztes Highschool Jahr lebt sie mit ihrem Bruder bei ihrem Großvater. Neben den Problemen, die der noch nicht lange zurückliegende Tod der Großmutter – Halles größtes Idol – mitbringt, ist da noch Nash Kim. Ihr Nash, dem sie zufällig im realen Leben begegnet, der mit ihr zur Schule geht und der mit ihr befreundet sein will.

Meine Meinung

Wie und wo soll ich hier nur anfangen? Dieses Buch hat mir echt alles abverlangt und mich dazu gebracht so gar keine Lust mehr auf Lesen zu haben. Ich denke, dass Young Adult einfach nichts (mehr) für mich ist. Das ist dieses Jahr bereits das zweite Jugendbuch, das mich enttäuscht hat.

Halle und Kels sind zu Anfang wirklich zwei komplett verschiedene Personen. Zwar ist es nachvollziehbar, dass man sich im Internet meist etwas anders verhält, etwas selbstbewusster ist, aber Kels war mehr eine Rolle, eine neue Person, die sie erschaffen hat und irgendwie finde ich, dass das dem Influencer-Klischee entspricht, dass man im Internet falsch ist und nicht man selbst. Das hat sich im Verlauf gebessert, später vermischte sich das besser, aber ich konnte von der ersten Seite an mit keiner der beiden Personen warm werden.

Dann kam natürlich das ganze Drama, dass sie Nash sagen müsste, dass sie Kels ist, es aber nicht tut. Tja, das Drama war mehr als anstrengend. Hätte sie einmal etwas länger nachgedacht, dann hätte sie festgestellt, dass “auf den perfekten Moment warten” es nur schlimmer macht, selbst wenn der Moment perfekt wäre (welcher Moment ist das schon?). Ihr Verhalten war also einfach nur kurzsichtig und sie hat überhaupt nicht gedacht. Nashs Verhalten mochte ich deshalb meistens ganz gerne. Dafür fand ich den Teil, der den Tod der Großmutter und die damit verbundene Art zu trauern behandelt hat, sehr gut. Ich konnte das sehr gut nachempfinden. Allerdings kann ich verstehen, wenn manche der Meinung sind, dass dieses Thema zu viel Platz im Buch bekommen hat. Ich war allerdings ganz froh mal eine Pause von Halle und Nash zu bekommen und mehr über den Großvater und Ollie ihren Bruder zu erfahren. Ollie war definitiv auch mein Lieblingscharakter.

Nashs und Halles Geschichte gerät dabei etwas in den Hintergrund, weshalb einige Teile gegen Ende irgendwie super schnell kamen und ich gar nicht so genau weiß, wie die Liebe entstanden ist. Das Ende hat sich dann auch etwas gezogen. 480 Seiten sind ganz schön viel. Zuletzt ist mir noch aufgefallen, dass Halle für eine Buchbloggerin vielleicht zweimal gelesen hat. Klar, man liest nicht immer und überall, aber wir begleiten sie über ein halbes Jahr… Des Weiteren wurden im Text Abkürzungen wie “tbh” oder “lol” verwendet, was ich einfach unpassend finde. In den Chats oder Ausschnitten von Twitter finde ich das okay, aber nicht während man ihre Gedanken liest.

Kurze Übersicht

+ Halles Entwicklung (trotz viel Augenrollen)

+ Nash als Charakter

+ Geschichte über die Trauer

– HALLE und KELS – meistens war ich von ihrem Verhalten genervt

– Abkürzungen im Text

– Geschichte hat sich gezogen (was ist überhaupt alles passiert?)

– “Liebe” ging zu schnell

Fazit

Für diejenigen, die Young Adult gerne lesen, ist das Buch sicher was, allen anderen würde ich davon abraten. Es ist ganz nett, aber Halle ist meistens einfach anstrengend und viel zu kurzsichtig. Man kann kein perfektes Verhalten erwarten, aber sie hat wirklich überhaupt nie nachgedacht. 2,5 Sterne (abgerundet auf 2 Sterne, wenn nur eine volle Bewertung möglich ist).

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