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Rezension “Stolz und Vorurteil”

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Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt bekommen.

Allgemeines
Titel: Stolz und Vorurteil
Autor: Jane Austen
Preis: 10 Euro
Verlag: Penguin
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 640
ISBN: 9783328101666

Klappentext:
Nicht weniger als fünf Töchter haben die Bennets standesgemäß unter die Haube zu bringen. Kein leichtes Unterfangen für eine Familie auf dem Land, die nur über ein bescheidenes Vermögen verfügt. Ausgerechnet die intelligente Elizabeth, das Lieblingskind des Vaters, erweist sich als besonders schwieriger Fall. Zum allgemeinen Unverständnis hat sie die Stirn, den Antrag eines wohlsituierten Pfarrers auszuschlagen. Statt dem Drängen der Familie nachzugeben, folgt Elizabeth hartnäckig ihrem eigenen Urteil …

Inhalt
Mrs. Bennet hat fünf Töchter. Jane, Elizabeth, Mary, Kitty und Lydia. Sie alle sind zwischen 16 und 23 und sollen möglichst bald einen Ehemann finden, der am besten noch reich und sehr angesehen ist. Das ist alles schwerer als man sich vorstellt. Hier geht es hauptsächlich und Jane und Elizabeth, die beiden Ältesten und ihren Weg zum Glück. Mehr möchte ich gar nicht verraten, denn das würde einiges vorwegnehmen. Neben deren Geschichte wird auch viel anderes erzählt, es passiert so unglaublich viel, aber wird trotzdem nicht zu unübersichtlich.

Über die Autorin
Hier finde ich wichtig, dass ich etwas über Jane Austen sage. Sie selbst lebte von 1775 bis 1817, war nie verheiratet und widmete ihr Leben der englischen Literatur. Stolz und Vorurteil sowie Emma gelten als ihre bekanntesten Werke und sind allgemein englische Klassiker. Sie wird sogar mit Shakespeare verglichen, wo ich sogar zustimme, da mich dieses Werk an Shakespeares “Much Ado About Nothing” erinnert. Austens Geschichten handelten oft vom britischen Landadel, deren wohl kaschierte Abgründe sie mit feiner Ironie und Satire entlarvte. Ihre Werke wurden sogar sehr erfolgreich verfilmt.

Meine Meinung
Dieses Buch war anfangs eine Herausforderung. Der Schreibstil ist schon sehr alt und war sehr gewöhnungsbedürftig. Ich musste mich ziemlich konzentrieren und dachte, dass ich ewig brauchen würde. Zudem war es ungewohnt, dass sich selbst Ehepaare gesiezt haben. Doch schon nach wenigen Kapiteln hatte ich mich daran gewöhnt und es geliebt in diesem Stil zu lesen. Er war alt, aber es machte trotzdem sehr viel Spaß und war einfach und schnell zu lesen.

Die Geschichte ist sehr humorvoll und oftmals auch ironisch erzählt. Deswegen kann man häufig lachen, was vor allem an machen Charakteren und ihrer Dummheit liegt. Aber die Tatsache, dass manche Figuren einfach recht unklug sind, beschränkt und oberflächlich wird trotzdem auf eine humorvolle Art und Weise erklärt. Der Schreibstil und die gesamte Atmosphäre ist locker und entspannt. Man kann eintauchen, sich einige Kapitel vergnügen und entspannen und dann wieder aufhören. Außerdem ist die Zeit ziemlich interessant, es ähnelt mittlerweile einem historischen Roman und das gefällt mir wirklich sehr gut. Zudem spielen die Aspekte Stolz und Vorurteil eine sehr große Rolle, sie sind wirklich zentral in dem Buch vertreten, was ich anfangs nicht erwartet hätte. Außerdem ist eine gewisse Kritik an der Gesellschaft zur damaligen Zeit zu erkennen, es wird kritisiert, wie es manchen Müttern nur darum geht einen passenden Mann zu finden, welche Eigenschaften den Menschen wichtig sind und wie oberflächlich und materialistisch sie sind. Es gibt also eine Reihe sehr positive Dinge, die das Buch zu einem echten Erlebnis machen.

Gestört hat mich das Ende. Es war sehr unspektakulär und schnell, das Ereignis, was man sehnlichst erwartet hat wurde in wenigen Sätzen dargestellt und hat mich einfach nicht befriedigt. Ich hätte es gerne gehabt, dass man noch einmal gefesselt wurde, aber spannend war es leider nicht mehr. Außerdem beruhten einige Charaktere zu sehr auf ein oder zwei Eigenschaften und nur die Hauptfiguren entwickelten sich einigermaßen. Der Rest blieb wie er war und das hat manchmal ziemlich genervt, wenn es bei einer bestimmten Person sicherlich gewollt war.
Eine Sache, die ich persönlich nicht schlimm fand, war, dass man das Ende ziemlich schnell vorhergesehen hat. Man wusste fast wie es enden würde, aber es war trotzdem nicht langweilig, weil dazwischen so viel passierte, dass man gar nicht die ganze Zeit daran denken musste.

Kurze Übersicht
+ Kritik an damaliger Gesellschaft
+ sehr viel Humor und Ironie
+ es wurde nie langweilig
+ Stolz und Vorurteil treten zentral auf
+ sehr locker geschrieben, wenn der Schreibstil auch alt und gewöhnungsbedürftig ist
+ interessanter Einblick in damalige Zeit

– Ende war zu kurz und zu unspektakulär
– Charaktere beruhten häufig nur auf 1 bis 2 Eigenschaften
– vieles war vorhersehbar

 Fazit
 Das Buch hat mich sehr überrascht, es war unglaublich gut, obwohl ich nicht genau wusste was mich erwarten würde, aber jeder hat schließlich schon mal von Jane Austen und diesem Buch gehört. Obwohl es anfangs viel Konzentration verlangte, war es nach kurzer Zeit spannend, interessant, amüsant und hat einfach Spaß gemacht zu lesen. Es verdient sich 4/5 Sterne.

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